Plinio Correa de Oliveira
Wenn Gott nur durch und mit der Hilfe von Menschen auf die Menschen einwirken will, wie viele Menschen bräuchte er dann normalerweise, um auf diese unzähligen Verdammten, Dämonen und lebenden Menschen einzuwirken, die dem Teufel, völlig ausgeliefert sind?
Wenn es nun so wenige Menschen gibt, die bereit sind, Gott und der Muttergottes zu dienen, muss dies durch einen Überschuss an Eifer, Hingabe, Mut, unermüdlichem Einsatz und entschlossener Kraft ausgeglichen werden. So wird durch das Wirken weniger, das Wirken unzähliger Verworfener und Gottesfeinde ausgeglichen.
Deshalb, wenn wir wenige sind, lasst uns danach streben, von großem Wert zu sein, lasst uns danach streben, uns zu heiligen, aber mit einer kämpferischen Heiligung, einer Heiligung in diesem aggressiven Sinne des Wortes, die sich gegen den Widersacher stellt, um ihn zu stürzen, die sich absolut nicht davor fürchtet, getreu dem Wort aus dem alten und so poetischen Hymnus der brasilianischen Marianische Kongregationen: „Wer im Schatten der Unbefleckten kämpft, fürchtet nicht das Schwert von tausend Soldaten.“
Natürlich bedauern wir, dass die Zahl der Diener Gottes und Mariens so gering ist. Doch erfüllt von einer Art heiliger Trunkenheit, einer Trunkenheit des Heiligen Geistes, angesichts dieser Tatsache: „Wir sind so wenige, und doch hat uns die Muttergottes die gewaltige Aufgabe nicht abgenommen. Lasst uns voranschreiten!“
Wenn also in den Ereignissen, die uns im Laufe unseres Lebens begegnen, überraschende Tatsachen eintreten, wenn sich Umstände ergeben, die uns in Versuchung führen zu denken, alles sei eine verlorene Sache, müssen wir uns dem entgegenstellen, was eine Versuchung des Teufels sein mag, selbst wenn wir nur zu fünft oder allein im Kampf gegen den Feind der Kirche wären.

