Die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu ist der Weg zur Wiederherstellung
Am heutigen Herz-Jesu-Fest ist es angebracht, einige Betrachtungen zum Verhältnis dieser authentisch-katholischen Verehrung und den Übeln unserer Zeit anzustellen.
Wir leben heute in einer Zeit, die vor allen begangenen Übeln den Herrn, unsern Gott und Heiland, mit solchen Beleidigungen straft. Wie sehr ist das doch ein Zeichen unserer Zeit, dass die meisten Menschen völlig gottvergessen in ihrer Selbstliebe versinken, in diesem Sumpf an Elend und Sünde, und dabei so sehr zerrüttet sind, dass sie wie lebendige Tote einhergehen.
Wie sehr hat doch das heiligste Herz darunter gelitten, das ja in einem Moment im Garten von Getsemani die ganze Fülle unserer Sünde sah und Blut zu schwitzen begann. Wie viel Einsamkeit und Schmerz in diesem Momente, wie viel Gehorsam und Liebe, aber zu dem Willen des ewigen Vaters.
In diesem Augenblick bricht die ganze Fülle der Sünde über unsern Herrn herein, und tief betrübt bis in den Tod ist seine Seele. Die Erlösungstat spiegelt sich hier auf mysteriöse Weise wider und unser Herr gibt einen lebendigen Liebesbeweis. Es ist keine spürbare, menschliche Liebe, es gibt darin keine Freude oder auch nur ein einfältiges Lächeln, das versucht, den Schmerz zu vergessen. Nein, tiefe, unbegreifliche Ernsthaftigkeit und eine Ergebung in den Willen des Vaters.
Dies sind zwei wesentliche Aspekte des heiligsten Herzens, die für uns nachzuahmen sind: das geduldige, gehorsame Leiden und die Ergebung in den Willen des Vaters.
Für die Welt ist das nicht zu verstehen, so viel Hochmut und Egoismus macht es den Menschen unmöglich, die Weisheit hinter dieser Ergebung zu entdecken. Es sind Mysterien, die nur für die zugänglich sind, die sich dem Herzen Jesu anvertrauen und damit ihm nachgebildet werden, so wie es in der Herz-Jesu-Litanei heißt: „Bilde unser Herz nach deinem Herzen.“
Doch welchen Trost finden wir, wenn wir uns dem Willen Gottes fügen und das Heiligste Herz verehren. Wir dürfen teilhaben an den Gnaden, die diesem Herzen unermüdlich entströmen und die nur darauf warten, von uns genutzt zu werden. Wir finden darin die echte Freude, die alles Leiden lohnend und in unseren Seelen heiligmachend werden lässt. Dieses heilige Leiden, das die Welt nicht kennt und nicht kennen will.
Wenn wir unser Kreuz täglich auf uns nehmen und es tragen mit Liebe und Gehorsam, dann treten wir in die Fußstapfen unseres Herrn, der uns diesen Weg vorangegangen ist. Wir finden auf diesem Weg die Kraft, um standhaft zu bleiben und sogar reiche Frucht zu tragen.
Zwar leiden alle Menschen, aber dieses Leiden kann nur dann einen Sinn haben, wenn es mit dem Leiden unseres Herrn vereint ist und mit seinem vollkommenen und makellosen Opfer zum Throne des Vaters steigt. Diese geheimnisvolle Einheit ist es, die Heilung für diese Welt verspricht. Denn aus dem Herzen Jesu kommen Ströme lebendigen Wassers, die unsere Welt so dringend benötigt.
Verehren wir daher besonders heute und alle Tage das Heiligste Herz Jesu und vertrauen wir darauf, dass unser Leiden und unser Gehorsam in Einheit mit dem Leiden und Gehorsam des Heiligsten Herzens diese Welt bekehren und heilen wird, damit unser Herr endlich als König thront und herrscht, sowie es ihm rechtmäßig gebührt.

