Am 7. und 8. Oktober 2026 werden sich Kardinäle, Theologen, Historiker und Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern in der Hauptstadt versammeln, um die Rolle der Gottesmutter im Dogma, im Lehramt, in der Verehrung und in der Geschichte der Kirche zu vertiefen. Zu den Referenten gehören Kardinal Raymond Leo Burke und Kardinal Gerhard Ludwig Müller.
Rom bereitet sich darauf vor, ein bedeutendes internationales Ereignis zu begrüßen, das ganz der seligen Jungfrau Maria gewidmet ist.
Am 7. und 8. Oktober 2026 findet in der Aula Magna des Pontificio Istituto Patristico Augustinianum (Päpstlichen Patristischen Instituts Augustinianum) in der Nähe der Vatikanstadt die internationale Tagung „De Maria numquam satis – Die allerseligste Jungfrau Maria im Dogma und in der Verehrung. Theologische und historische Beiträge“ statt. Die Tagung wird Kardinäle, Theologen, Historiker und Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern zusammenführen, um über das Geheimnis und die Sendung der Gottesmutter in der Lehre, der Frömmigkeit und im Leben der Kirche nachzudenken.
„ÜBER MARIA KANN MAN NIEMALS GENUG SAGEN“
Der Titel der Tagung greift den berühmten Ausspruch „De Maria numquam satis“ auf, der traditionell dem heiligen Bernhard von Clairvaux zugeschrieben wird: „Über Maria kann man niemals genug sagen.“
Dabei handelt es sich nicht nur um einen schönen Ausdruck marianischer Frömmigkeit. Er verweist auf eine tief in der katholischen Tradition verwurzelte Wirklichkeit: Das Geheimnis der Gottesmutter bietet gerade aufgrund ihrer einzigartigen Beziehung zu Christus und zum Werk der Erlösung immer neue Gründe zur Betrachtung und Vertiefung.
Die einzigartige Sendung Mariens im Geheimnis Christi und der Kirche eröffnet in der Tat neue Horizonte für das Verständnis des Glaubens und macht die Mariologie zu einem der reichsten Bereiche der katholischen Theologie.
Die Tagung entspringt auch dem Wunsch, der Gottesmutter in einer Zeit Ehre zu erweisen, in der ihre Rolle in der Heilsgeschichte häufig vernachlässigt, relativiert oder missverstanden zu werden droht. Die Organisatoren hoffen, dass diese Initiative dazu beitragen kann, die authentische marianische Lehre neu zu entdecken und die Verehrung der Gottesmutter unter Priestern, Ordensleuten und Laien zu vertiefen.
ZWEI TAGE ZUR VERTIEFUNG DES GEHEIMNISSES MARIENS
Die Tagung wird in zwei große thematische Sitzungen gegliedert sein, die einander ergänzen.
Der 7. Oktober, der bezeichnenderweise mit dem Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz zusammenfällt, ist dem Thema „Das Geheimnis Mariens im Dogma und im Lehramt“ gewidmet.
Im Mittelpunkt stehen die lehrmäßigen Grundlagen der Mariologie sowie die Lehre, die das kirchliche Lehramt im Laufe der Jahrhunderte entwickelt und überliefert hat.
Der zweite Tag, der 8. Oktober, steht hingegen unter dem Thema „Maria in der Verehrung, der Frömmigkeit und der Geschichte“.
Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit auf die historische Entwicklung der Marienfrömmigkeit und auf die vielfältigen Formen, in denen der katholische Glaube im Laufe der Jahrhunderte seine Liebe und Verehrung gegenüber der Gottesmutter zum Ausdruck gebracht hat.
KARDINÄLE UND THEOLOGEN VON INTERNATIONALER BEDEUTUNG
Besonders hervorzuheben ist das Profil der angekündigten Referenten.
Zu den wichtigsten Teilnehmern gehören Kardinal Raymond Leo Burke und Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der ehemalige Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre.
Darüber hinaus werden Pater Wojciech Giertych O.P., Theologe des Päpstlichen Hauses, der bekannte deutsche Mariologe Prof. Manfred Hauke sowie Msgr. Rudolf Michael Schmitz, Generalvikar des Instituts Christus König und Hoherpriester, zusammen mit weiteren Theologen und Wissenschaftlern sprechen.
Zu den angekündigten Vorträgen gehört auch ein Beitrag von José Antonio Ureta von der Société française pour la défense de la Tradition, Famille et Propriété (TFP) zum Thema „Die Marienverehrung in Lateinamerika“.
Die Anwesenheit von Persönlichkeiten aus verschiedenen Ländern und Fachbereichen verleiht der Tagung somit einen wahrhaft internationalen Charakter und bietet die Möglichkeit, sich dem Geheimnis der Jungfrau aus unterschiedlichen, aber miteinander übereinstimmenden theologischen, historischen und spirituellen Perspektiven zu nähern.
ERÖFFNUNG MIT DER FEIERLICHEN VESPER ZU EHREN UNSERER LIEBEN FRAU VOM ROSENKRANZ
Die Tagung wird in Wirklichkeit bereits am Abend des 6. Oktober mit einem Prolog eröffnet.
Um 18.45 Uhr wird in der Basilika Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz in der Via Cernaia in Rom die feierliche Vesper zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz gefeiert. Der Vorsitz wird S.E. Msgr. Anthony Colin Fisher, Erzbischof von Sydney, führen.
Somit wird das liturgische Gebet eine Veranstaltung eröffnen, bei der die intellektuelle Vertiefung des Geheimnisses der Jungfrau Maria mit der Verehrung und der kindlichen Liebe zu ihr verbunden werden soll.
Dies ist ein besonders bedeutsames Element: Die katholische Mariologie ist keine rein akademische Disziplin. Die Erkenntnis über die Gottesmutter führt ganz natürlich dazu, sie noch mehr zu lieben und durch sie ihren Sohn Jesus Christus tiefer zu erkennen und zu lieben.
EIN AUSGANGSPUNKT FÜR EINE ERNEUERTE MARIENFRÖMMIGKEIT
Auch die Veranstalter betonen, dass zwei Studientage selbstverständlich nicht ausreichen können, um den unermesslichen Reichtum der katholischen Lehre über die Gottesmutter auszuschöpfen.
De Maria numquam satis.
Je mehr die Kirche Maria betrachtet, desto mehr entdeckt sie neue Tiefen ihrer göttlichen Mutterschaft, ihrer Einheit mit Christus, ihrer Heiligkeit und der Sendung, die ihr die göttliche Vorsehung in der Heilsgeschichte anvertraut hat.
Daher besteht das Ziel der Tagung nicht darin, eine endgültige Zusammenfassung zu bieten, sondern vielmehr darin, ein Ausgangspunkt für eine erneuerte theologische Vertiefung und für eine intensivere Verehrung der Gottesmutter zu werden.
Priester, Ordensleute und Laien sind eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, die einen bedeutenden Beitrag zur zeitgenössischen katholischen Mariologie zu leisten verspricht und vor allem eine Gelegenheit darstellen soll, jene einzigartige Sendung wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken, die Gott der allerseligsten Jungfrau im Leben Christi und seiner Kirche anvertraut hat.
INFORMATIONEN
Internationale Tagung: De Maria numquam satis – Die allerseligste Jungfrau Maria im Dogma und in der Verehrung
Datum: 7.–8. Oktober 2026
Ort: Päpstliches Patristisches Institut Augustinianum, Rom
Feierliche Eröffnung: 6. Oktober 2026, 18.45 Uhr
Feierliche Vesper zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz
Basilika Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, Via Cernaia – Rom
Das vollständige Programm und die Anmeldemöglichkeiten können auf der offiziellen Website der Tagung eingesehen werden: demarianumquamsatis.org

