
Gabriel Zeymer
Im Jahr 2024 wurde im Rahmen der Wiener Festwoche das blasphemische Theaterstück „Sancta“ von Florentina Holzinger aufgeführt. Das Stück wurde danach auch in Berlin, Stuttgart und kürzlich in Antwerpen (Mai 2026) gezeigt.
In den grotesken und abstoßenden Nacktszenen wird auf ungeheuerliche Art und Weise der katholische Glaube und die katholische Kirche verhöhnt. Denn die Darsteller dieser Szenen sind Priester, Nonnen und Päpste.
Die abstoßenden Szenen sind Nachäffungen von katholischen Ritualen.
Einige Auszüge aus der Presse-Berichterstattung (respekthalber etwas gekürzt):
- Ein weiblicher Jesus versohlt eine entblößte Nonne, zwei Frauen reiben ihre Ges***teile aneinander, echtes Blut bedeckt nackte Körper. (Apollo News)
- Fast drei Stunden füllt das neue queere Theater-Spektakel der Regisseurin Florentina Holzinger. Aus der Oper „Sancta Susanna“ aus dem Jahr 1922 vom Komponisten Paul Hindemith wurde kurzerhand eine Schockshow: Nackte Nonnen, Lesben*** an einem Kreuz, eine kleinwüchsige Päpstin… (Apollo News)
- In der Oper „Sancta“ bringt die Österreicherin mit aufreizender Deutlichkeit lesbische Liebesszenen auf die Bühne, zieht christliche Rituale ins Lächerliche … (Bild)
Man hat den Eindruck, dieses Stück stammt direkt aus der Hölle.
Vulgarität + Nacktheit auf der Venedig-Biennale
Jetzt präsentiert Florentina Holzinger einige abstoßende und ekelhafte Performances im österreichischen Pavillon auf der Biennale di Venezia in Venedig. Das Werk wird wie die gesamte Biennale vom 9. Mai bis zum 22. November 2026 für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
Dort wird mit einer Warnung darauf hingewiesen, dass es bereits vor dem österreichischen Pavillon zu Nacktheit kommt und diese Nacktheit „auch aus dem weiteren Umkreis wahrgenommen“ werden könne.
Eine große Glocke, bei der anstelle des traditionellen Klöppels ein Performer – wie so oft bei Holzingers Performances – völlig nackt das Läuten erzeugt, ist Teil der Installation.
Florentina Holzinger läutet nicht nur kopfüber und nackt die Glocken. Ebenso unbekleidet fährt sie Jetski und räkelt sich in einer weiteren Installation über Wasser, in der nackte Frauen immer wieder auf den Mast eines gesunkenen Schiffs hinauf- und hinunterklettern. Besonders schockierend ist jedoch ihre Installation, bei der sie gemeinsam mit anderen, ebenfalls nackten Frauen in einem Wassertank taucht, in den gefilterter Urin von Besuchern eingebracht wird, die in zwei mobilen Toiletten nebenan ihre Bedürfnisse verrichten sollen.
Pfingstfest in der Wiener Festwoche 2026
Der Wiener Aktionismus und das Pfingstfest von Herman Nitsch[1] waren zwar bereits bekannt, doch die Exzesse an Gewalt und Grauen blieben bis dahin hinter den Mauern des Schlosses Prinzendorf verborgen. Nun bringt Florentina Holzinger im Rahmen der „Wiener Festwoche 2026“[2] ein Stück dieses Grauens und dieser Blasphemie ins Zentrum von Wien.
Am 23. Mai wird im Rahmen der Wiener Festwoche eine Performance von Florentina Holzinger stattfinden, teils im Wiener Eislaufverein, teils im Schloss Prinzendorf. Wiederum geschieht dies am Vorabend von Pfingsten und mit blasphemischer Absicht. Was im Zentrum von Wien, in der Halle des Wiener Eislaufvereins, geschehen wird, ist noch nicht genau bekannt, doch die Vorgeschichte lässt das Schlimmste befürchten. Der Hinweis auf der Ticket-Website macht deutlicher: „Die Performance zeigt selbstverletzende Handlungen und enthält explizite Darstellungen oder Beschreibungen von körperlicher Gewalt. In der Vorstellung werden Blut und Nadeln verwendet, sowie ev. Stroboskopeffekte eingesetzt.“[3]
Nach den Angriffen auf unseren Herrn und die Muttergottes bei der Oper „Sancta“, nach den Schrecken und der Obszönität der Biennale von Venedig erinnert uns ein Angriff auf den Heiligen Geist an das biblische Urteil über die Sünde gegen den Heiligen Geist:
„Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden.
Auch wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt.“ Matthäus 12,31–32
Möge diese neue Blasphemie in Wien auf Widerstand von staatlichen und kirchlichen Würdenträgern stoßen und letztlich nicht stattfinden. Leisten wir auch Widerstand, Sühne und Wiedergutmachung.
[1] Hermann Nitsch’s 6-Day-Play at Schloss Prinzendorf June 2025: On Site
[2] Die Wiener Festwochen danken ihrer Hauptsponsorin sowie der Stadt Wien als Fördergeberin.
[3] https://www.festwochen.at/pfingstspiel

